Was kostet Google Ads? Budget und Betreuung erklärt
Von Çağhan Peker · · 7 Min. Lesezeit
Die Kosten für Google Ads bestehen aus zwei Blöcken: dem Werbebudget und der Betreuung. Das Werbebudget zahlen Sie direkt an Google, abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der Preis entsteht in einer Auktion, und die Höhe legen Sie selbst fest. Dazu kommt die Betreuung der Kampagnen, entweder durch eine Agentur oder als eigener Zeitaufwand in Ihrem Unternehmen.
Wie entsteht der Preis für einen Klick?
Der Preis für einen Klick entsteht in einer Auktion, die Google bei jeder einzelnen Suche neu durchführt. Es gibt also keinen festen Klickpreis, den man in einer Liste nachschlagen könnte. Was Sie zahlen, hängt davon ab, wer in diesem Moment für denselben Suchbegriff wirbt und wie gut die eigene Anzeige im Vergleich abschneidet.
Google entscheidet in dieser Auktion über den sogenannten Anzeigenrang. Er bestimmt, ob Ihre Anzeige überhaupt erscheint und an welcher Position. In den Anzeigenrang fließen mehrere Faktoren ein:
- Ihr Gebot: der Betrag, den Sie höchstens für einen Klick zahlen möchten. Bei automatischen Gebotsstrategien setzt Google das Gebot auf Basis Ihres Ziels selbst.
- Die Anzeigenqualität: Google bewertet die erwartete Klickrate, die Relevanz der Anzeige für die Suchanfrage und die Nutzererfahrung auf der Zielseite. Zusammengefasst zeigt Google das im Konto als Qualitätsfaktor an.
- Der Kontext der Suche: Suchbegriff, Standort, Gerät, Uhrzeit und weitere Signale.
- Die erwartete Wirkung von Anzeigenerweiterungen wie Sitelinks, Anruf oder Standort.
Warum zahlen Sie oft weniger als Ihr Gebot?
Ihr Gebot ist eine Obergrenze, nicht der Preis. Bei Google Ads zahlen Sie für einen Klick in der Regel nur den Betrag, der nötig ist, um den Anzeigenrang des nächsten Mitbewerbers unter Ihnen zu übertreffen und die Mindestanforderungen von Google zu erfüllen. Der tatsächliche Klickpreis liegt deshalb häufig unter dem maximalen Gebot.
Daraus folgt ein wichtiger Punkt für die Kosten: Eine hohe Anzeigenqualität kann den Klickpreis senken. Wer eine passende Anzeige und eine gute Zielseite hat, kann bei gleichem Gebot einen besseren Platz erreichen oder für denselben Platz weniger zahlen. Qualität ist bei Google Ads also nicht nur eine Frage des Auftritts, sondern direkt eine Frage des Geldes.
Wie funktionieren Tagesbudget und Monatsbudget?
In Google Ads legen Sie für jede Kampagne ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Google darf an einzelnen Tagen mehr ausgeben als dieses Tagesbudget, laut Google bis zum Doppelten, etwa wenn an einem Tag besonders viele passende Suchen stattfinden. An schwächeren Tagen gibt Google dafür weniger aus.
Über den Monat gesehen gilt ein Limit: Google berechnet Ihnen pro Kalendermonat nicht mehr als Ihr durchschnittliches Tagesbudget multipliziert mit der durchschnittlichen Anzahl Tage im Monat. Wenn Sie also wissen, welchen Betrag Sie im Monat ausgeben möchten, teilen Sie diesen Betrag durch die durchschnittliche Anzahl Tage und tragen das Ergebnis als Tagesbudget ein. Ändern Sie das Budget mitten im Monat, passt sich die Berechnung entsprechend an.
Sie können das Budget jederzeit erhöhen, senken oder Kampagnen pausieren. Es gibt bei Google keine Mindestlaufzeit und kein Mindestbudget, das Sie über Monate binden würde.
Wovon hängt ab, wie viel Budget Sie brauchen?
Wie viel Budget sinnvoll ist, hängt von Ihrer Branche, Ihrer Region, dem Suchvolumen und Ihrem Ziel ab. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, und seriös lässt sie sich erst nach einem Blick auf die konkreten Suchbegriffe und den Wettbewerb in Ihrem Gebiet nennen.
Diese Faktoren spielen die größte Rolle:
- Branche und Wettbewerb: Wo viele Anbieter um dieselben Suchbegriffe bieten und ein einzelner Auftrag viel wert ist, sind Klicks teurer. Das betrifft etwa Notdienste, Rechtsberatung oder hochwertige Handwerksleistungen.
- Region und Radius: Eine Kampagne für einen Bezirk braucht weniger Budget als eine für eine ganze Stadt oder ein Bundesland, weil weniger Suchen anfallen.
- Suchvolumen: Wird nach Ihrer Leistung selten gesucht, ist das Budget schnell ausreichend. Bei häufig gesuchten Leistungen begrenzt das Budget, wie oft Ihre Anzeige erscheint.
- Ziel: Wer mehrere Anfragen pro Woche möchte, braucht ein anderes Budget als jemand, der nur Lücken im Kalender füllen will.
- Lernphase: Automatische Gebotsstrategien brauchen ausreichend Daten. Ist das Budget sehr knapp, lernt die Kampagne langsamer.
Welche Kampagnentypen gibt es und was kosten sie?
Google Ads bietet mehrere Kampagnentypen, die unterschiedlich ausgespielt und teils unterschiedlich abgerechnet werden. Für lokale Unternehmen ist die Suchkampagne meist der Einstieg, weil sie Menschen erreicht, die aktiv nach einer Leistung suchen.
- Suchkampagnen: Textanzeigen in den Google Suchergebnissen. Abgerechnet wird in der Regel pro Klick. Sie haben die meiste Kontrolle über Suchbegriffe und Texte.
- Performance Max: eine Kampagne, die über alle Google Kanäle ausspielt, also Suche, Maps, YouTube, Display, Discover und Gmail. Google steuert die Ausspielung stark automatisch. Auch Ziele wie Ladenbesuche und lokale Aktionen laufen heute über Performance Max.
- Display: Bildanzeigen auf Websites und in Apps im Google Displaynetzwerk. Gut für Bekanntheit und Remarketing, weniger für direkte Anfragen.
- YouTube: Videoanzeigen vor oder neben Videos. Je nach Format wird pro Aufruf, pro Interaktion oder pro tausend Impressionen abgerechnet.
Was kostet die Betreuung von Google Ads?
Die Betreuung ist der zweite Kostenblock und wird getrennt vom Werbebudget berechnet. Eine Agentur übernimmt Einrichtung, Keyword Recherche, Anzeigentexte, Tracking, laufende Optimierung und Berichte. Machen Sie es selbst, zahlen Sie mit Ihrer Arbeitszeit und der Zeit, die Sie für die Einarbeitung brauchen.
Bei Agenturen sind drei Abrechnungsmodelle verbreitet:
- Monatliche Pauschale: ein fester Betrag pro Monat, unabhängig vom Werbebudget. Gut planbar.
- Prozent vom Werbebudget: die Betreuung wächst mit dem Budget. Achten Sie darauf, dass trotzdem Effizienz und nicht nur höhere Ausgaben belohnt werden.
- Projektpreis: ein einmaliger Betrag, etwa für die Einrichtung eines Kontos oder einen Audit, danach führen Sie selbst weiter.
Worauf sollten Sie bei einem Angebot achten?
Ein gutes Angebot trennt Werbebudget und Betreuung klar und zeigt, was in der Betreuung enthalten ist. Wichtig ist auch, wem das Werbekonto gehört. Das Konto sollte auf Ihr Unternehmen laufen, damit Daten und Historie bei Ihnen bleiben, wenn Sie den Dienstleister wechseln.
- Wird das Werbebudget direkt von Google an Sie abgerechnet?
- Wie lange ist die Mindestlaufzeit der Betreuung, und wie ist die Kündigungsfrist?
- Welche Leistungen sind enthalten: Einrichtung, Tracking, Anzeigentexte, Landingpage, Berichte?
- Wie oft wird optimiert, und wie oft erhalten Sie einen Bericht?
- Haben Sie jederzeit Lesezugriff auf das Konto?
Wie vermeiden Sie Verschwendung bei Google Ads?
Verschwendung entsteht meist durch Klicks von Menschen, die gar nicht Ihre Kunden werden können. Mit wenigen sauberen Einstellungen lässt sich das deutlich begrenzen, und jeder eingesparte Klick steht für passende Suchen zur Verfügung.
- Ausschließende Keywords: Schließen Sie Suchbegriffe aus, die nicht zu Ihnen passen, etwa Jobsuchen, Anleitungen zum Selbermachen oder Leistungen, die Sie nicht anbieten. Prüfen Sie dazu regelmäßig den Bericht zu den Suchbegriffen.
- Standortausrichtung: Begrenzen Sie die Ausspielung auf Ihr Einzugsgebiet und prüfen Sie, ob Personen erreicht werden sollen, die sich dort befinden, oder auch solche, die sich nur dafür interessieren.
- Anzeigenzeitplan: Schalten Sie Anzeigen dann, wenn Sie Anfragen annehmen können, zum Beispiel nur zu Zeiten, in denen jemand ans Telefon geht.
- Conversion-Tracking mit Einwilligung: Messen Sie Anrufe und Formularanfragen. Im Europäischen Wirtschaftsraum gehört dazu ein Cookie-Banner mit echter Einwilligung und der Einwilligungsmodus von Google.
- Passende Landingpage: Leiten Sie Klicks auf eine Seite, die genau die beworbene Leistung zeigt, mit Telefonnummer und Formular gut sichtbar. Das verbessert die Anzeigenqualität und damit oft auch den Klickpreis.
Wann lohnt sich Google Ads, und wann eher SEO?
Google Ads lohnt sich vor allem dann, wenn Sie schnell sichtbar sein möchten, Anfragen gezielt steuern wollen oder ein neues Angebot testen. Anzeigen erscheinen, sobald die Kampagne freigegeben ist, und lassen sich jederzeit pausieren. Dafür endet die Sichtbarkeit, sobald Sie kein Budget mehr einsetzen.
Suchmaschinenoptimierung baut Sichtbarkeit in den unbezahlten Ergebnissen auf. Das dauert länger, Klicks kosten dort aber kein Werbebudget, und gute Rankings wirken über lange Zeit. Für viele lokale Unternehmen ist die Kombination sinnvoll: Google Ads für sofortige Anfragen und das Testen von Suchbegriffen, SEO und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil für die dauerhafte Grundlage. Die Daten aus Ads zeigen dabei, welche Suchbegriffe tatsächlich zu Anfragen führen.
Wie messen Sie den Erfolg von Google Ads?
Entscheidend ist nicht die Zahl der Klicks, sondern was Sie eine Anfrage oder ein Auftrag kostet. Ein günstiger Klick ist wertlos, wenn niemand anruft, und ein teurer Klick kann sich lohnen, wenn daraus regelmäßig Aufträge entstehen.
Teilen Sie deshalb die Ausgaben eines Zeitraums durch die Zahl der echten Anfragen. Das ergibt die Kosten pro Anfrage. Vergleichen Sie diesen Wert mit dem, was ein neuer Kunde für Sie wert ist. Voraussetzung ist ein sauberes Conversion-Tracking, das Anrufe und Formulare erfasst, und ein kurzer Abgleich, welche Anfragen am Ende zu Aufträgen geworden sind.
Häufige Fragen
Was kostet Google Ads im Monat?
Das legen Sie selbst fest. Sie bestimmen ein durchschnittliches Tagesbudget, und Google berechnet pro Monat nicht mehr als dieses Tagesbudget multipliziert mit der durchschnittlichen Anzahl Tage im Monat. Dazu kommen gegebenenfalls Kosten für die Betreuung.
Gibt es bei Google Ads ein Mindestbudget?
Google schreibt kein festes Mindestbudget vor. Ist das Budget im Verhältnis zum Wettbewerb sehr knapp, erscheinen Ihre Anzeigen aber nur selten, und automatische Gebotsstrategien lernen langsamer.
Zahle ich bei Google Ads auch, wenn niemand klickt?
Bei Suchkampagnen mit Abrechnung pro Klick zahlen Sie nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Bei manchen Display und Videoformaten kann nach Impressionen oder Aufrufen abgerechnet werden.
Kann ich Google Ads jederzeit stoppen?
Ja. Sie können Kampagnen bei Google jederzeit pausieren oder das Budget ändern. Bei einer Agentur gilt zusätzlich die Laufzeit, die im Betreuungsvertrag vereinbart ist.
Was kostet eine Google Ads Agentur in Berlin?
Das hängt vom Abrechnungsmodell und vom Umfang ab, also ob eine monatliche Pauschale, ein Prozentsatz vom Werbebudget oder ein Projektpreis vereinbart wird und welche Leistungen enthalten sind. Lassen Sie sich Werbebudget und Betreuung immer getrennt ausweisen.
Was kostet Google Ads bei Clieni Media?
Das Werbebudget legen Sie selbst fest und zahlen es direkt an Google. Die Kosten für die Betreuung nennen wir Ihnen nach dem kostenlosen Erstgespräch, wenn wir Ihre Ziele, Ihre Region und den Wettbewerb kennen.