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Mehr Google-Bewertungen bekommen: legal, einfach, dauerhaft

Redaktion Clieni Media · · 5 Min. Lesezeit

Mehr Google-Bewertungen bekommen Sie, indem Sie alle Kunden im richtigen Moment persönlich um eine ehrliche Bewertung bitten und es ihnen so leicht wie möglich machen: mit einem direkten Bewertungslink, einem QR-Code vor Ort und einer kurzen Nachricht per E-Mail oder WhatsApp. Verboten sind gekaufte oder gefälschte Bewertungen, Gegenleistungen für Bewertungen und das gezielte Fragen nur zufriedener Kunden; das verstößt gegen die Richtlinien von Google und kann nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) irreführend sein.

Warum sind Google-Bewertungen so wichtig?

Bewertungen sind für viele Menschen der schnellste Weg, sich ein Bild von einem Unternehmen zu machen, das sie noch nicht kennen. Sie stehen direkt im Google-Unternehmensprofil, in Google Maps und in der lokalen Suche, also genau dort, wo die Entscheidung für einen Anruf oder einen Besuch fällt.

Für Google gehören Bewertungen nach eigenen Angaben zu den Faktoren, die die Bekanntheit eines Unternehmens in der lokalen Suche beeinflussen. Auch KI-Assistenten greifen auf öffentlich zugängliche Informationen zurück, wenn sie Unternehmen beschreiben. Wichtig ist dabei nicht nur die Sternzahl, sondern auch, dass Bewertungen regelmäßig dazukommen, aktuell sind und beantwortet werden.

Die gute Nachricht: Die meisten zufriedenen Kunden schreiben keine Bewertung, weil niemand sie gefragt hat oder weil der Weg zu umständlich ist. Genau dort setzen die folgenden Schritte an.

Wann ist der richtige Moment, um zu fragen?

Fragen Sie dann, wenn die Leistung erbracht ist und der Kunde das Ergebnis gerade erlebt hat. Im Restaurant ist das beim Bezahlen, im Handwerk bei der Abnahme, in der Praxis nach dem Termin, im Onlineshop einige Tage nach der Lieferung. Je näher die Bitte am Erlebnis liegt, desto leichter fällt es, ein paar Sätze zu schreiben.

Am wirksamsten ist die persönliche Bitte. Ein kurzer, ehrlicher Satz reicht, etwa: „Wir freuen uns, wenn Sie uns auf Google eine Bewertung schreiben. Ihre ehrliche Meinung hilft uns und anderen Kunden.“ Wichtig: Sie bitten alle Kunden um eine ehrliche Bewertung, nicht nur die, von denen Sie ein Lob erwarten.

  • Restaurant und Café: beim Bezahlen oder mit einem Hinweis auf der Rechnung.
  • Handwerk und Bau: bei der Abnahme oder mit der Schlussrechnung.
  • Praxis und Kanzlei: nach dem Termin oder nach Abschluss des Mandats, unter Beachtung der Schweigepflicht.
  • Onlineshop: einige Tage nach der Lieferung per E-Mail.
  • Dienstleistung vor Ort: direkt nach dem Einsatz, persönlich oder per Nachricht.

Wie machen Sie es Ihren Kunden so einfach wie möglich?

Jeder zusätzliche Klick kostet Bewertungen. Kunden sollten nicht erst nach Ihrem Profil suchen müssen. Im Google-Unternehmensprofil finden Sie die Funktion, um Bewertungen anzufordern. Dort erhalten Sie einen direkten Link, der das Bewertungsfenster sofort öffnet.

Diesen Link nutzen Sie überall, wo Sie mit Kunden in Kontakt sind. Aus demselben Link erstellen Sie einen QR-Code, den Kunden vor Ort mit dem Handy scannen können. Achten Sie darauf, dass der Code groß genug ist und an einer Stelle hängt, an der Menschen ohnehin kurz warten.

  • Direkter Bewertungslink aus dem Google-Unternehmensprofil.
  • QR-Code am Tresen, an der Kasse, im Wartezimmer, auf dem Tisch oder auf der Rechnung.
  • Link in der E-Mail-Signatur und auf der Kontaktseite der Website.
  • Kurzer Hinweis auf Visitenkarten, Lieferscheinen oder Rechnungen.

Wie fragen Sie Bestandskunden per E-Mail oder WhatsApp?

Wenn Sie bisher nie um Bewertungen gebeten haben, liegt in Ihren bestehenden Kundenkontakten großes Potenzial. Eine kurze, persönliche Nachricht mit dem direkten Link genügt. Senden Sie sie nur an Menschen, mit denen Sie tatsächlich in Kontakt standen, und beachten Sie den Datenschutz: Für Nachrichten an Kunden brauchen Sie eine passende Rechtsgrundlage, und Werbung per E-Mail oder WhatsApp ist ohne Einwilligung problematisch. Bleiben Sie deshalb bei einer schlichten Bitte ohne Werbung.

Eine Vorlage, die Sie anpassen können:

Guten Tag Frau Muster,

vielen Dank, dass Sie uns beauftragt haben.
Wenn Sie einen Moment Zeit haben, freuen wir uns
über Ihre ehrliche Bewertung auf Google:

[direkter Bewertungslink]

Ihre Meinung hilft uns und anderen Kunden.
Viele Grüße
[Name, Unternehmen]
  • Persönlich ansprechen, kurz halten, nur ein Link.
  • Um eine ehrliche Bewertung bitten, nicht um „fünf Sterne“.
  • Höchstens einmal nachfassen, nicht drängen.
  • Keine Gegenleistung anbieten oder in Aussicht stellen.

Warum sollten Sie auf jede Bewertung antworten?

Antworten zeigen, dass hinter dem Profil Menschen stehen, die zuhören. Sie lesen sich nicht nur die Verfasser durch, sondern alle, die Ihr Profil später besuchen. Bedanken Sie sich bei positiven Bewertungen persönlich und gehen Sie auf ein Detail ein, statt immer denselben Standardsatz zu verwenden.

Negative Bewertungen sind unangenehm, aber oft eine Chance. Eine ruhige, sachliche Antwort wirkt auf Leser meist stärker als die Kritik selbst. So gehen Sie vor:

  • Erst durchatmen, dann antworten, nie im Ärger.
  • Für die Rückmeldung danken und das Anliegen ernst nehmen.
  • Sachlich erklären, ohne persönliche oder vertrauliche Daten des Kunden zu nennen.
  • Eine Lösung anbieten und einen direkten Kontaktweg nennen.
  • Bewertungen, die gegen die Richtlinien von Google verstoßen, etwa Beleidigungen oder Inhalte ohne echten Kundenkontakt, über das Profil melden.

Was ist bei Google-Bewertungen verboten?

Es gibt einige Methoden, die schnell mehr Bewertungen versprechen, aber gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Google kann solche Bewertungen entfernen und Profile einschränken. Zusätzlich können diese Praktiken nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) als irreführend gelten, weil sie Verbrauchern ein falsches Bild vermitteln. Daraus können Abmahnungen und Unterlassungsansprüche entstehen.

Verzichten Sie deshalb vollständig auf folgende Praktiken:

  • Bewertungen kaufen, egal ob bei Agenturen, Plattformen oder Privatpersonen.
  • Gegenleistungen für Bewertungen: Rabatte, Gutscheine, Gratisgetränke, Gewinnspiele oder andere Vorteile, auch wenn ausdrücklich um eine „ehrliche“ Bewertung gebeten wird.
  • Review Gating: zuerst die Zufriedenheit abfragen und nur zufriedene Kunden zu Google weiterleiten, unzufriedene dagegen auf ein internes Formular.
  • Gefälschte Bewertungen von Mitarbeitern, Familie, Freunden oder erfundenen Konten.
  • Bewertungen für Mitbewerber schreiben oder schreiben lassen.
  • Bewertungen im Namen von Kunden selbst verfassen oder Kunden einen fertigen Text vorgeben.

Wie bauen Sie eine dauerhafte Routine auf?

Mehr Bewertungen entstehen nicht durch eine einmalige Aktion, sondern durch eine feste Gewohnheit. Legen Sie fest, wer im Team wann fragt, wo QR-Code und Link hängen, und wer Bewertungen beantwortet. Planen Sie dafür einen festen Termin pro Woche ein.

Ebenso wichtig ist, dass Ihre Website und Ihr Google-Unternehmensprofil zusammenpassen, damit neue Kunden nach dem Lesen der Bewertungen direkt den Weg zu Ihnen finden. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, erreichen Sie Clieni Media über Kontakt.

Häufige Fragen

Darf ich Kunden für eine Google-Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Gegenleistungen für Bewertungen verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können nach dem UWG irreführend sein, auch wenn Sie um eine ehrliche Bewertung bitten.

Darf ich nur zufriedene Kunden um eine Bewertung bitten?

Nein. Das gezielte Auswählen zufriedener Kunden, auch Review Gating genannt, ist nach den Richtlinien von Google nicht erlaubt. Bitten Sie alle Kunden gleichermaßen um eine ehrliche Bewertung.

Wo finde ich meinen direkten Bewertungslink?

Im Google-Unternehmensprofil über die Funktion zum Anfordern von Bewertungen. Den Link können Sie per E-Mail oder WhatsApp teilen und daraus einen QR-Code erstellen.

Kann ich eine negative Bewertung löschen lassen?

Nur, wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstößt, etwa bei Beleidigungen oder ohne echten Kundenkontakt. Dann melden Sie sie über das Profil. Berechtigte Kritik beantworten Sie am besten sachlich und mit einem Lösungsangebot.

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