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Google-Unternehmensprofil optimieren: die vollständige Anleitung

Redaktion Clieni Media · · 5 Min. Lesezeit

Ein Google-Unternehmensprofil optimieren Sie, indem Sie die passende Hauptkategorie wählen, Name, Adresse und Telefonnummer exakt so eintragen wie auf Ihrer Website, Öffnungszeiten inklusive Sonderzeiten pflegen und Leistungen, Fotos, Beiträge und Antworten auf Bewertungen regelmäßig aktualisieren. Ein vollständiges, aktuelles und mit der Website übereinstimmendes Profil ist die Grundlage dafür, dass Google Maps, die lokale Suche und KI-Assistenten Ihr Unternehmen zuverlässig zeigen und empfehlen können.

Was ist ein Google-Unternehmensprofil und wofür brauchen Sie es?

Das Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist der Eintrag Ihres Unternehmens, der in Google Maps und rechts neben den Suchergebnissen erscheint. Dort sehen Menschen auf einen Blick, wo Sie sind, wann Sie geöffnet haben, wie man Sie anruft und was andere über Sie sagen.

Für lokale Unternehmen ist das Profil oft der erste Kontaktpunkt, noch vor der Website. Wer „Friseur Schöneberg“ oder „Notdienst Heizung Berlin“ sucht, entscheidet häufig direkt in der Kartenansicht. Ein unvollständiges oder veraltetes Profil kostet in diesem Moment Anrufe, die nie bei Ihnen ankommen.

Das Profil ist kostenlos. Sie richten es unter business.google.com ein und bestätigen es, je nach Fall per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video. Erst nach der Bestätigung können Sie alle Angaben bearbeiten.

Welche Kategorie und welche Grunddaten sind richtig?

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im Profil. Sie sagt Google, wofür Ihr Unternehmen in erster Linie steht. Wählen Sie die spezifischste Kategorie, die auf Ihr Kerngeschäft zutrifft, also „Italienisches Restaurant“ statt nur „Restaurant“ oder „Klempner“ statt „Bauunternehmen“. Weitere Kategorien ergänzen Sie nur für Leistungen, die Sie tatsächlich anbieten.

Ebenso wichtig sind Name, Adresse und Telefonnummer, im Fachjargon NAP genannt. Diese drei Angaben müssen überall identisch sein: im Profil, im Impressum, im Footer der Website, in den strukturierten Daten und in Branchenverzeichnissen. Abweichungen wie „Str.“ und „Straße“ oder eine andere Telefonnummer erschweren es Google, die Einträge eindeutig Ihrem Unternehmen zuzuordnen.

  • Name: genau der echte Firmenname, ohne zusätzliche Suchbegriffe oder Ortsnamen. Zusätze im Namen verstoßen gegen die Richtlinien von Google.
  • Adresse: vollständig und in derselben Schreibweise wie im Impressum. Wenn Sie nur beim Kunden arbeiten, können Sie die Adresse ausblenden und ein Einzugsgebiet angeben.
  • Telefon: eine lokale Nummer, die tatsächlich angenommen wird, identisch mit der Nummer auf der Website.
  • Website: der Link auf Ihre Startseite oder eine passende Standortseite.
  • Beschreibung: in eigenen Worten, was Sie anbieten, für wen und wo. Keine Links, keine Werbefloskeln.

Wie pflegen Sie Öffnungszeiten und Sonderzeiten?

Falsche Öffnungszeiten gehören zu den ärgerlichsten Fehlern, denn sie führen zu verschlossenen Türen und schlechten Bewertungen. Tragen Sie die regulären Zeiten für jeden Wochentag ein und prüfen Sie sie bei jeder Änderung im Betrieb.

Für Feiertage, Betriebsferien oder besondere Anlässe gibt es Sonderöffnungszeiten. Legen Sie sie rechtzeitig an, am besten für das ganze Jahr im Voraus. Ergänzend können Sie weitere Zeiten hinterlegen, etwa für Lieferung, Abholung, Küche oder telefonische Erreichbarkeit.

  • Reguläre Öffnungszeiten für alle Wochentage, geschlossene Tage ausdrücklich als geschlossen markieren.
  • Sonderzeiten für Feiertage wie Weihnachten, Silvester, Ostern und regionale Feiertage.
  • Betriebsferien als Sonderzeit eintragen, statt das Profil vorübergehend zu schließen.
  • Gleiche Zeiten auf der Website und in den strukturierten Daten.

Wie nutzen Sie Leistungen, Produkte, Fotos und Beiträge?

Ein Profil, das nur Adresse und Telefonnummer zeigt, wirkt leer. Leistungen und Produkte machen sichtbar, was genau Sie anbieten. Legen Sie jede wichtige Leistung einzeln an, mit kurzer Beschreibung und, wenn sinnvoll, einem Preis oder Hinweis wie „auf Anfrage“. Die Begriffe sollten zu den Leistungsseiten auf Ihrer Website passen.

Fotos sind für viele Menschen der Grund, Sie anzurufen oder nicht. Zeigen Sie echte Bilder: Außenansicht, damit man Sie findet, Innenräume, Team, Arbeitsergebnisse, Speisen oder Produkte. Laden Sie in regelmäßigen Abständen neue Bilder hoch, damit das Profil lebendig bleibt. Stockfotos und Bilder mit großen Texteinblendungen sind ungeeignet.

Beiträge funktionieren wie kurze Meldungen im Profil: Neuigkeiten, Angebote, Veranstaltungen, neue Leistungen oder saisonale Hinweise. Ein Beitrag sollte ein klares Thema, ein Foto und einen passenden Button haben, zum Beispiel „Anrufen“ oder „Mehr erfahren“ mit Link auf die passende Seite.

  • Logo und Titelbild in guter Qualität.
  • Außenansicht bei Tag, damit Kunden den Eingang erkennen.
  • Innenräume, Team und typische Arbeitssituationen.
  • Produkte, Speisen oder Arbeitsergebnisse, jeweils aktuell.
  • Regelmäßige Beiträge zu konkreten Anlässen statt allgemeiner Werbung.

Wie gehen Sie mit Fragen und Bewertungen um?

Im Profil können Nutzer Fragen stellen, und jeder kann darauf antworten. Schauen Sie regelmäßig nach und beantworten Sie Fragen selbst, bevor es Fremde mit falschen Informationen tun. Häufige Fragen, etwa zu Parkplätzen, Barrierefreiheit oder Kartenzahlung, sollten außerdem direkt im Profil als Merkmal und auf der Website beantwortet sein.

Bewertungen sind für viele Menschen das stärkste Signal, ob sie Ihnen vertrauen. Bitten Sie zufriedene und alle anderen Kunden aktiv um eine ehrliche Bewertung und antworten Sie auf jede, auch auf kurze. Bei Kritik gilt: sachlich bleiben, das Anliegen ernst nehmen und eine Lösung anbieten. Ihre Antworten lesen nicht nur die Verfasser, sondern alle künftigen Interessenten.

Wie Sie auf legalem Weg mehr Bewertungen bekommen und was dabei verboten ist, erklärt ein eigener Ratgeber zu Google-Bewertungen.

Wie hängen Profil, Website, Google Maps und KI-Antworten zusammen?

Google Maps zeigt Ihr Unternehmensprofil direkt an. Welche Einträge bei einer lokalen Suche oben stehen, hängt nach Angaben von Google vor allem von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab. Relevanz entsteht durch passende Kategorien, Leistungen und Beschreibungen. Bekanntheit entsteht unter anderem durch Bewertungen, Erwähnungen im Netz und eine gute Website.

Die Website und das Profil sollten sich gegenseitig bestätigen. Das Profil verlinkt auf die Website, die Website nennt dieselben Daten und verlinkt auf das Profil. In den strukturierten Daten der Website, etwa LocalBusiness nach schema.org, stehen Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und ein Verweis auf das Profil. So erkennen Suchmaschinen eindeutig, dass alle Angaben zum selben Unternehmen gehören.

Das gilt auch für KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini, Perplexity und die KI-Übersichten in der Google-Suche. Sie stützen sich auf Informationen, die sie im Netz finden und abgleichen können. Je konsistenter und vollständiger Ihre Daten im Profil, auf der Website und in Verzeichnissen sind, desto eher können diese Systeme Ihr Unternehmen korrekt beschreiben und nennen.

  • NAP identisch auf Profil, Website, Impressum und in Verzeichnissen.
  • Strukturierte Daten auf der Website mit Verweis auf das Profil.
  • Leistungen im Profil mit eigenen Leistungsseiten auf der Website verknüpfen.
  • Profil mindestens einmal im Monat prüfen und aktualisieren.

Wie prüfen Sie, ob Profil und Website zusammenpassen?

Gehen Sie einmal im Quartal die wichtigsten Punkte durch: Stimmen Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten überall überein? Sind die Leistungen aktuell? Gibt es unbeantwortete Fragen oder Bewertungen? Funktioniert der Link zur Website, und lädt die Zielseite schnell auf dem Handy?

Clieni Media prüft im kostenlosen Website-Check unter anderem, ob Ihre Website die Unternehmensdaten maschinenlesbar und konsistent ausgibt. Den Check starten Sie unter Website-Check.

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Das Profil ist kostenlos. Sie richten es unter business.google.com ein und bestätigen es anschließend, zum Beispiel per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video.

Darf ich Suchbegriffe in den Firmennamen schreiben?

Nein. Der Name im Profil muss dem echten Firmennamen entsprechen. Zusätzliche Suchbegriffe oder Ortsnamen verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können zur Sperrung des Profils führen.

Wie oft sollte ich mein Profil aktualisieren?

Prüfen Sie es mindestens einmal im Monat, und sofort bei jeder Änderung von Öffnungszeiten, Telefonnummer oder Leistungen. Neue Fotos und Beiträge in regelmäßigen Abständen halten das Profil aktuell.

Hilft das Profil auch bei ChatGPT und anderen KI-Assistenten?

Ein vollständiges Profil, das mit Website und Verzeichnissen übereinstimmt, macht Ihre Unternehmensdaten eindeutig. Das erleichtert es KI-Assistenten, Ihr Unternehmen korrekt zu beschreiben und zu nennen.

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